Schulteams aus Baden-Württemberg erhalten Preisgeld: Nachhaltige Ideen von den „Umweltprofis von morgen“

Stuttgart, 01.07.2026: Beim Wettbewerb „Umweltprofis von morgen – Ideen mit Wirkung“ hat eine Fachjury drei Nachhaltigkeitsprojekte von Schülerinnen und Schülern aus Baden-Württemberg prämiert. Die Projekte entstanden im Rahmen des vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg geförderten Bildungsprogramms „Umweltprofis von morgen“, bei dem die Jugendlichen schulbegleitend und in Zusammenarbeit mit Unternehmen aus ihrer Region nachhaltige Ideen entwickeln. Mit den Preisgeldern setzen die Schülerinnen und Schüler ihre Projekte nun an ihren Schulen in die Praxis um.

Die drei Gewinnerprojekte aus Baden-Württemberg:

  1. Platz: Open source Selbstbau-Kit für solarbetriebene Bewässerungsanlage
    Schule: Max-Eyth-Schule, Stuttgart
    Kooperationsunternehmen: Stuttgarter Solar e.V., Stuttgart
  2. Platz: Nachhaltiger Kaffeegenuss – Wie können wir durch ein Escape Game Bewusstsein für fairen Kaffeeanbau schaffen?
    Schule: Humpis-Schule, Ravensburg
    Kooperationsunternehmen: Cafésito Kaffeerösterei, Ravensburg
  3. Platz: Klimawaage – Wie klimafit ist dein Schulalltag?
    Schule: Kaufmännische Schule Stuttgart-Nord
    Kooperationsunternehmen: KlimAktiv gemeinnützige Gesellschaft zur Förderung des Klimaschutzes mbH, Tübingen

Die Preisträger:innen wurden am vergangenen Freitag (26.06.2026) bei der Abschlussveranstaltung der „Umweltprofis von morgen“ in Stuttgart gemeinsam vom Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. und vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg ausgezeichnet. Dort hatten außerdem alle weiteren Umweltprofi-Teams aus Baden-Württemberg die Gelegenheit, ihre Projekte vor rund 100 Vertreter:innen aus Wirtschaft und Politik vorzustellen und ihre Erfahrungen mit Teilnehmenden aus anderen Schulen zu teilen. Insgesamt wurden 27 Projekte präsentiert, an denen 83 Schüler:innen beteiligt waren.

Dr. Andre Baumann, Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft des Landes Baden-Württemberg, überreichte den Schüler:innen gemeinsam mit Bernd Schwarz, Referatsleiter Bildung für Nachhaltige Entwicklung im Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, und mit Anita Merzbacher, Vorständin im Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW), ihre Abschlussurkunden für das Bildungsprogramm sowie die Auszeichnungen des Wettbewerbs.

„Die Schüler:innen haben eindrucksvoll bewiesen, wie viel Innovationskraft und Engagement in ihnen steckt. Gemeinsam mit ihren Kooperationsunternehmen aus der Region haben sie Projekte entwickelt, die ökologische, soziale und wirtschaftliche Aspekte miteinander verbinden“, erklärt Prof. Dr. Katharina Reuter, Geschäftsführerin des Bundesverbands Nachhaltige Wirtschaft e.V. „Ob Klimacheck für die Schule, fairer Kaffeeanbau oder hochinnovative Bewässerungssysteme – die Lösungen zeigen: Wenn junge Menschen mit nachhaltigen Unternehmen zusammenarbeiten, entstehen Ideen, die echte Wirkung entfalten.“

Umweltprofis ermöglichen „Blick ins echte Geschäftsleben“

„Besonders wertvoll finde ich das Ausarbeiten und Umsetzen einer nachhaltigen Geschäftsidee im Team und die Zusammenarbeit mit Unternehmen“, so Lehrkraft Bernhard Fritz von der Humpis-Schule Ravensburg, an der das zweitplatzierte Projekt entstanden ist. „Denn dies ermöglicht den Blick ins echte Geschäftsleben. Teilweise prägt das die Schülerinnen und Schüler für die Zukunft,
sodass sie später im Themenfeld ihres Projekts studieren oder arbeiten. Das konnte ich gut beobachten in den über fünfzehn Jahren, in denen ich die ‚Umweltprofis‘ schon begleite.“

Während das Bildungsprogramm „Umweltprofis von morgen“ bereits seit 2008 in Baden-Württemberg angeboten wird, fand der eingebettete Wettbewerb „Ideen mit Wirkung“ zum ersten Mal statt. Die am Programm teilnehmenden Schüler:innen konnten ihre Ideen für praxisnahe Nachhaltigkeitsprojekte zum Wettbewerb einreichen und sich für eine finanzielle Förderung von bis zu 2.000 € bewerben. Insgesamt gingen sechs Bewerbungen von Gruppen ab der 11. Klasse aus Baden-Württemberg ein.

Eine Jury aus Vertreter:innen der GLS Bank, von Germanwatch e.V., Table Media und dem Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat alle eingereichten Projekte sorgfältig geprüft und bewertet. Ausschlaggebend waren dabei die Kriterien Nachhaltigkeitswirkung, Innovationsgrad und unternehmerische Kompetenz. Das Bildungsprogramm „Umweltprofis von morgen“ wird gefördert vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg. Der Ideenwettbewerb wurde ermöglicht durch die Förderung der E.ON Stiftung im Rahmen des European Climate Fund.