Projekte in den Unternehmen in Baden-Württemberg 2025-2026

Abfallwirtschaft Landkreis Böblingen
Die Abfallwirtschaft Landkreis Böblingen betreut in diesem Jahr zwei Projekte an dem Kaufmännischen Schulzentrum Böblingen.
Die Gruppe 1 möchte mit ihrem Projekt zeigen, dass Nachhaltigkeit im Alltag bereits bei der Kleidung beginnt. Viele Menschen kaufen regelmäßig neue Kleidungsstücke, obwohl ihre Schränke voll sind. Dadurch entstehen enorme Mengen an Textilabfällen. Das Ziel der Gruppe ist es, Mitschüler:innen zu einem bewussteren Umgang mit Mode zu motivieren. Gemeinsam mit der Abfallwirtschaft Böblingen planen sie eine Klamottentausch-Aktion an der Schule. Dabei können gut erhaltene Kleidungsstücke abgegeben und im Gegenzug neue Lieblingsstücke gefunden werden. So wird Kleidung länger genutzt und Ressourcen werden geschont. Begleitend klärt die Gruppe mit Informationsplakaten über nachhaltige Mode, Recycling und Upcycling auf.
Das Projekt der Gruppe 2 heißt „Abfallvermeidung als Aspekt einer nachhaltigen Mensa“. Ziel des Projekts ist es, die Abfallmenge in der Schulmensa zu verringern und gleichzeitig das Bewusstsein für nachhaltigen Konsum zu stärken. Die Gruppe setzt sich damit auseinander, wo in der Mensa vermeidbarer Müll entsteht und wie man diesen reduzieren kann. Durch Umfragen in den Klassen und eine Analyse der Mülltrennung entwickeln sie Vorschläge zur Verbesserung. Außerdem besteht die Idee, Pfandboxen einzuführen.

Aktion Hoffnung Rottenburg-Stuttgart e.V.

Congress Center Böblingen / Sindelfingen GmbH
Das Projekt „Sustainability Walk“ macht die Nachhaltigkeitsmaßnahmen der Kongresshalle in Böblingen und der Stadthalle Sindelfingen sichtbar. Es demonstriert, wie nachhaltig die Standorte handeln und welche ökologischen Initiativen bereits umgesetzt sind. Das Projekt besteht aus Plakaten, QR-Codes und weiteren aufschlussreichen Komponenten, die verschiedene Aspekte der Nachhaltigkeit anschaulich vermitteln. Auf diese Weise wird der nachhaltige Charakter beider Veranstaltungsorte deutlich dargestellt.

Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) e.V.
Das Projekt beschäftigt sich mit dem Thema nachhaltiger Umbau. Gebäude zu bauen oder umzubauen beeinflusst die Umwelt stark. Dabei geht es nicht nur um die sichtbaren Materialien, sondern auch darum, wie viel Energie benötigt wird, wie viele Ressourcen verbraucht werden und welche Abfälle entstehen. Die Schüler:innengruppe verfolgt das Ziel, zu verstehen, wie nachhaltiger Umbau in der Praxis umgesetzt wird. Sie lernen, welche Materialien umweltfreundlicher sind und wie man bei der Renovierung eines Gebäudes Energie und Ressourcen einsparen kann. Ein weiteres Ziel ist es, das erarbeitete Wissen verständlich weiterzugeben. Sie möchten andere Schüler:innen darüber aufklären können, was nachhaltiger Umbau bedeutet, warum er wichtig ist und wie er leicht umgesetzt werden kann.

ECOINN das Umwelthotel am Campus
Nachhaltiger Loop für Hotelzimmer – Das Projekt zielt darauf ab, ein nachhaltiges „Nachhaltigkeits-Schild“ zu entwickeln – ähnlich den bekannten „Bitte-nicht-stören“-Schildern in Hotels. Das Kärtchen soll in Form eines Loops hergestellt werden und aus recycelten Leintüchern bestehen.

Energieagentur Oberschwaben gGmbH
Zu Beginn des Schuljahres 2025/2026 findet der Aufbau der Windanlagen im benachbarten Mochenwangen (Röschenwald) statt. Da im Landkreis Ravensburg abgesehen von zwei Altanlagen bisher keine Windkraftanlagen vorhanden sind, verfolgen due Schüler der Humpis-Schule Ravensburg die Idee, die Vor- und Nachteile der Windkraft in Oberschwaben zusammenzufassen. Parallel verabschiedet der Regionalverband Bodensee-Oberschwaben im September 2025 den Teilregionalplan Wind. Damit ist für die Region festgelegt, wo sich mögliche Anlagenstandorte befinden können. Die Gruppe überprüft die in den Medien aufgeworfenen Pros und Kontras auf ihren Inhalt (Faktencheck) und entwickelt daraus einen neutralen Ablaufplan sowie ein Informationsblatt.

Hochland Kaffee Hunzelmann RS GmbH
Hochland Kaffee Hunzelmann RS GmbH begleitet in diesem Schuljahr zwei Projekte des Kaufmännischen Schulzentrums Böblingen.
Die Projektgruppe „Jutecycle“ das Ziel, aus verwendeten oder überbliebenen Jutesäcken taugliche Landschaftsmaterialien für den Landschafts- und Gartenbau herzustellen. Dies setzen sie, wenn möglich, in Zusammenarbeit mit örtlichen und gemeinnützigen Vereinen wie zum Beispiel einer Behindertenwerkstatt um. Mögliche Verwendungen sind Jutesäcke als Untergrund für Mulchmaterial, als Pflanzentöpfe, als Winterschutz oder zum Sammeln von Laub, da Jute biologisch abbaubar ist und sich zu wertvollem Kompost zersetzt.
Das zweite Projekt „Upcycling: Aus alt macht neu – und besser!“ beschäftigt sich mit der Gestaltung von Taschen, Sitzkissen, Wandpaneelen oder anderen Alltagsgegenständen. Dabei werden alte oder scheinbar nutzlose Materialien und Gegenstände aufgewertet, um ihnen ein neues Leben zu geben. Das Ziel ist es, die Menge an Müll zu verringern, die auf Deponien landet oder verbrannt werden.

KlimAktiv gemeinnützige Gesellschaft zur Förderung des Klimaschutzes mbH
Im Rahmen des Projekts stellen Schüler:innen der Kaufmännischen Schule Stuttgart-Nord mit KlimAktiv ein „Klimawaage-Set“ her, angelehnt an das Mitmach-Tool des Umweltbundesamtes für mehr Nachhaltigkeit im Alltag. Ziel ist die Erstellung von vollständigen Sets, die künftig als anschauliches und interaktives Werkzeug für Bildungs- und Sensibilisierungsarbeit genutzt werden können. Die Klimawaage besteht aus einer Waage mit Dosen, die verschiedene Alltagsthemen wie Ernährung, Mobilität oder Wohnen darstellen. Jede Dose wiegt unterschiedlich – je nachdem, wie viel CO₂ durch eine Handlung ausgestoßen oder eingespart wird. So wird Klimaschutz greifbar – egal ob in der Schule, bei Workshops oder an Infoständen.

OWB Oberschwäbische Werkstätten gem. GmbH - Cafesito
Nachhaltiger Kaffeegenuss – Die Schüler:innengruppe der Humpis-Schule Ravensburg fragt sich, wie sie durch ein Escape Game Bewusstsein für fairen Kaffeeanbau schaffen kann. CAFÉSITO ist eine integrative Rösterei und ein Café, in dem Menschen mit und ohne Behinderungen fair gehandelten, nachhaltig produzierten Kaffee anbieten. Es verbindet Inklusion, Nachhaltigkeit und einen Ort der Begegnung. In Kooperation mit CAFÉSITO entwickelt die Gruppe ein interaktives Escape Game zu nachhaltigem Kaffee. Die Spieler:innen erleben die Reise vom Anbau bis zur Tasse, lösen Rätsel und Aufgaben und erfahren, welche sozialen und ökologischen Folgen Konsumentscheidungen haben. Mit dem Projekt zeigt die Gruppe, wie jeder durch bewusste Entscheidungen nachhaltige Veränderungen bewirken kann.

Stadtwerke Böblingen GmbH & Co. KG
Die Stadtwerke Böblingen betreuen in diesem Jahr zwei Projekte der Schüler:innen des Otto-Hahn-Gymnasiums in Böblingen.
Das erste Projekt nennt sich „Energieplatz der Zukunft – Leonardo-DaVinci-Platz neugestalten“. Zentrale Ziele des Projekts sind die sogenannten Sustainable Development Goals. Im Fokus stehen vor allem folgende Ziele: nachhaltige Städte und Gemeinden, nachhaltiger Konsum und Produktion sowie Maßnahmen zum Klimaschutz. Die Aufgabe der Gruppe lautet, Ideen für eine moderne, nachhaltige Energieversorgung im Rahmen der Gestaltung des Leonardo-da-Vinci-Platzes auf dem Böblinger Flugfeld zu entwickeln. Ziel ist es, einen attraktiven Treffpunkt für Bewohner:innen und Besucher:innen zu schaffen, der zugleich über ein autarkes Energiesystem betrieben wird, zum Beispiel mit Solarenergie, Energiespeichern und intelligenter Beleuchtung.
Bei dem zweiten Projekt beschäftigen sich die Schüler:innen in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Böblingen mit der Frage, wie die Hitzeinseln auf der Hulb wirksam reduziert werden können. Um dieses Ziel zu erreichen, entwickelt sie erste Überlegungen zu schattenspendenden Aufenthaltsbereichen, Sonnensegeln oder künstlichen Bäumen sowie Baumgruppen. Dazu plant die Gruppe eine gezielte Begrünung und Bepflanzung, da Vegetation die Luftqualität verbessert und durch Verdunstungseffekte zur Abkühlung beiträgt. Außerdem sieht sie die Verwendung heller, wärmereflektierender Materialien an Böden oder Fassaden als wirksame Methode vor. Das Projekt leistet so einen ganzheitlichen Beitrag, die Hitzeentwicklung auf der Hulb spürbar zu reduzieren und einen nachhaltig angenehmen Raum zu gestalten.

Stuggi Schorle
Das Ziel des Projekts „Von der Idee zur Flasche“ der Schüler:innen der Max-Eyth-Schule ist die gemeinsame Entwicklung einer neuen Rezeptur für einen regionalen Multivitaminsaft in Zusammenarbeit mit der Firma Stuggi Schorle. Dabei sollen ausschließlich Früchte aus der Region verwendet und nachhaltige Produktionsprozesse berücksichtigt werden. Die Schülerinnen beschäftigen sich mit der Auswahl der Zutaten, der Geschmacksentwicklung und der umweltfreundlichen Herstellung. Bis Juni 2026 soll eine nachhaltige Rezeptur für einen Multivitaminsaft entstehen .

Stuttgart Solar e.V.
Die Schüler:innen der Max-Eyth-Schule knüpfen an die Ideen früherer Gruppen zum Bau einer solaren Bewässerungsanlage an und setzen sich zum Ziel, das Projekt mithilfe weiterentwickelter Technik zu vollenden und zu optimieren. Ein wichtiges Merkmal der Anlage soll dabei nicht nur ihre kompakte Bauweise und das wasserdichte, im 3D-Druckverfahren hergestellte Gehäuse sein. Das Projekt soll zudem so gestaltet werden, dass es von Personen ohne besondere Fachkenntnisse oder spezielle Werkzeuge kostengünstig reproduziert werden kann.

Technische Werke Schussental GmbH & Co. KG
Mit dem Projekt „Der Elektroniker von morgen – Wie können wir Schulabgänger gezielt für eine Ausbildung bei TWS gewinnen?“ beschäftigt sich die Gruppe der Humpis-Schule Ravensburg mit der Frage, wie Jugendliche besser über technische Ausbildungsberufe informiert und für eine Karriere im Umwelt- und Energiebereich begeistert werden können. Gemeinsam mit der TWS Ravensburg möchten die Schüler:innen bis Ende Mai zwei Informationswege umsetzen: ein selbst erstelltes Werbevideo und eine Berufsvorstellung an Schulen. So möchten sie aktiv zur Nachwuchsgewinnung im Bereich nachhaltiger Energie beitragen.

TourCert gGmbH
Im Rahmen des Projekts ist eine Fotoausstellung zum Thema „Nachhaltiges Reisen“ geplant, die im Stadtpalais stattfinden wird. Zusätzlich wird an diesem Abend eine Präsentation über nachhaltiges Reisen durchgeführt. Im Anschluss erfolgt die Auslosung der Gewinnerinnen und Gewinner mit den besten eingereichten Fotos. Die ausgewählten Fotos werden über einen Social-Media-Account bereitgestellt.

Universitätsklinikum Tübingen
Das UKT betreut in diesem Jahr zwei Schüler:innengruppen des Kaufmännischen Schulzentrums Böblingen.
Die Projektgruppe 1 „Bewusstsein und Handeln: Entwickeln von Umweltkonzepten der Azubis im Uniklinikum Tübingen“ untersucht, wie Auszubildende Nachhaltigkeit wahrnehmen und welche Verbesserungen sie sich wünschen. Eine umfassende Umfrage erfasst Kenntnisse, Einstellungen und Ideen der Azubis. Ziel ist es, konkrete Maßnahmen zu entwickeln, die ökologische Praktiken im Klinikalltag stärken. Zudem soll sichtbar werden, wie Azubis selbst zur Umsetzung beitragen – etwa durch ressourcenschonendes Arbeiten, bewussteren Verbrauch oder eigene Umweltprojekte.
Die Projektgruppe 2 entwickelt zusammen mit dem Universitätsklinikum Tübingen Konzepte für eine TikTok-Reihe zu den nachhaltigen Aktivitäten im Klinikalltag. Dafür analysiert die Gruppe aktuelle Trends auf TikTok und untersucht durch eine Umfrage an der Schule, wie Jugendliche besonders gut erreicht werden können. Auf dieser Grundlage entstehen Ideen für kurze Videos, die
zeigen, welche nachhaltigen Maßnahmen am UKT umgesetzt werden. Geplant sind Einblicke in verschiedene Bereiche des Klinikums sowie Ansätze, wie man Nachhaltigkeit für junge Menschen im Bereich des Gesundheitswesen sichtbar machen kann.

WASNI gGmbH
WASNI die Hoodiemanufaktur aus Esslingen setzt in diesem Jahr ein Projekt mit den Schüler:innen der Erich-Bracher-Schule um. In fünf unterschiedlichen Projektgruppen beschäftigen sich alle Schüler:innen mit dem Oberthema „nachhaltige und fair produzierter Schul-Merch“. Im Fokus ist hier u.a. ein neuer Schul-Hoodie.

Wirtschaftsforum Pro Ravensburg
Die Gruppe der Humpis-Schule Ravensburg stellt sich die Frage, wie Unternehmen dazu gebracht werden können, sich gegenseitig über ihre nachhaltigen Tätigkeiten auszutauschen. Dazu organisiert sie im April 2026 eine Informationsveranstaltung für Unternehmen in der Baubranche, bei der sich die Teilnehmenden über die nachhaltigen Aktivitäten anderer Unternehmen informieren können. Anschließend befragt die Gruppe die Unternehmen in einer Umfrage, ob sie sich vorstellen können, eine nachhaltige Tätigkeit eines anderen Unternehmens ebenfalls bei sich einzuführen. Wenn die Unternehmen nachhaltiger arbeiten, wird die Umwelt geschont, da zum Beispiel Müll oder CO₂ eingespart wird.

WOLFF & MÜLLER Holding GmbH & Co. KG
Das Projekt der Schüler des Otto-Hahn-Gymnasiums in Böblingen befasst sich mit dem Themenbereich „Lean Management / Lean Construction“. Während es beim Lean Management grundsätzlich um die Vermeidung von Verschwendung in verschiedensten Bereichen geht, konzentrieren sie sich konkret auf die Anwendung von Lean-Prinzipien auf Baustellen. Ziel dieses Projektes ist es, herauszufinden, wo und welche visuellen Hilfsmittel (wie Symbole, Farben und Pfeile) auf Baustellen sinnvoll eingesetzt werden können. Damit soll sichergestellt werden, dass alle Personen auf der Baustelle das gleiche Verständnis haben, insbesondere jene, die die deutsche Sprache nicht beherrschen. Auf diese Weise soll unnötige Verschwendung – egal, ob es sich um Materialverschwendung oder unnötige Weg-, Such- oder Wartezeiten handelt vermieden werden. Dafür werden Baustellen besuchet, um zu analysieren, wo Abfälle konkret entstehen. Gleichzeitig werden die aktuellen Prozesse des Abfallmanagements untersucht, um einen kompakten und verständlichen Leitfaden zur Abfallvermeidung zu erstellen.

WoodenValley gGmbH
Die Gruppe verfolgt das Ziel, ein umweltfreundliches Klassenzimmer zu entwerfen und zu bauen, das vollständig aus nachhaltigen, wiederverwertbaren und abbaubaren Materialien besteht. Damit möchte sie zeigen, dass funktionale Lernräume auch ressourcenschonend gestaltet werden können und nach der Nutzung ohne Umweltschäden wieder abgebaut werden können.
Zusätzlich plant die Gruppe einen interaktiven Rundgang bzw. Parcours für Kinder und Jugendliche, durch den sie lernen, wie die Kreislaufwirtschaft funktioniert und warum nachhaltiges Bauen wichtig ist. Die Gruppe plant, das Klassenzimmer aus Holzmodulen nach dem Cradle-to-Cradle-Prinzip zu errichten. Dabei achten sie auf lösbare Verbindungen, natürliche Dämmstoffe und Materialien ohne Schadstoffe. Die Einrichtung besteht aus recyceltem oder wiederverwendbarem Mobiliar. Bis Juni 2026 soll der Bau abgeschlossen sein, sodass das Klassenzimmer bereit zur Nutzung und späterem Rückbau ist.
